Willy Büsing gehörte einmal zu den erfolgreichsten Military Reitern Deutschlands. Ein Höhepunkt seiner Karriere war die Teilnahme an der Olympiade in Helsinki 1952. Gesattelt hatte er seinen Wallach Hurbertus, mit dem er die Bronzemedaille in der Einzelwertung gewann und so maßgeblich dem Deutschen Team zur Silbermedaille verhalf. Nach seiner aktiven reiterlichen Karriere stand er der deutschen Vielseitigkeitsmannschaft als Tierarzt, Equipechef, Trainer und Betreuer mit Rat und Tat während vier Olympiaden zur Seite.
Die Leidenschaft zum Pferd entwickelte Willy Büsing bereits in der Kindheit, war er doch Sohn des Pferdehändlers und Gespannfahrers Willi Büsing. Diese reichte soweit, dass er seine Leidenschaft als Tierarzt zum Beruf gemacht hat und seine Reputation weit über die Gemeindesgrenze hinaus reichte.
Mit seiner Ehefrau Dorle und den beiden gemeinsamen Töchtern Heike und Sabine führte er in seinem Lebensabend eine erfolgreiche Zucht unter der Flagge des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes. Mit überragenden Zuchterfolgen wie beispielsweise Don Davidoff, geb. 1997, v. Don Gregory a.d. Toska R v. Rubinstein I - Vollkorn xx machte sich die Familie Büsing über die Landesgrenzen hinaus einen guten Namen. Don Davidoff war nicht nur selbst mit seinen erbrachten Erfolgen ein Ausnahmetalent, ihm entsprangen zahlreiche S-Dressurpferde, darunter auch der internationale Grand Prix-Überflieger Don Aurelio unter Tinne Vilhelmson-Silfven/SWE. Im Laufe der Jahre gingen aus der Büsing-Zucht noch einige wertvolle Fohlen hervor, die auf den Vechtaer Auktionen in die Hände bekannter Züchter wechselten. Aufgrund dieser hervorragenden züchterischen Leistung wurde Willy Büsing 2011 im Rahmen seines 90. Geburtstages die Goldene Ehrennadel des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes vom damaligen Präsidenten Wilhelm Weerda überreicht.
Wir wünschen der Familie und allen Angehörigen viel Kraft zu dieser schweren Stunde. Unser herzlichstes Beileid.
Foto: Reitsportlegende Wilhelm "Willy" Büsing. (Böning)
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