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Oldenburg Inside: Ein Pferd mit der richtigen Einstellung

Nisse Lüneburg ist dreimaliger Derby Sieger und aktueller Sieger der Riders Tour Saison 2019/2020. Maßgeblich an seinen Erfolgen beteiligt ist der Oldenburger Wallach Luca Toni. Mit einem Sieg in Paderborn und Platzierungen in Redefin und Neumünster konnte das Paar wichtige Punkte sammeln und sich an die Spitze der Gesamtwertung setzen.

Luca Toni kam 2007 bei Ute Keves in Bayern zur Welt und wechselte als Siebenjähriger in den Besitz des internationalen Springreiters und Hengsthalters Heiko Schmidt nach Mecklenburg-Vorpommern. Zunächst wurde der Wallach schonend in Jungpferdeprüfungen von der Schwedin Denise Svensson vorgestellt. Das Paar konnte sich direkt bei ihrem ersten internationalen Turnier in Neustadt-Dosse in einer Springprüfung für junge Pferde auf 1,35 m-Niveau an fünfter Stelle platzieren. Gemeinsam feierten die beiden ebenfalls Anfang 2015 Luca Tonis ersten Sieg in der schweren Klasse. Im Verlauf des Jahres wechselte Luca Toni unter den Sattel von Charlotte und Sören von Rönne nach Schleswig-Holstein. Das Ehepaar stellte den Wallach erfolgreich in Prüfungen bis 1,50 m-Springen vor. Sie feierten unter anderem Platzierungen auf 1,50 m-Niveau in Vilamoura/Portugal, Varberg/Schweden und Sommerstedt/Dänemark.

Anfang 2018 bezog der schicke Braune auf dem Magdalenenhof in Wedel/Schleswig-Holstein sein neues Zuhause und wird seitdem erfolgreich von Nisse Lüneburg vorgestellt. „Luca ist ein sehr großes Pferd mit über 1,80 m Stockmaß. Er ist sehr sensibel und auch etwas ängstlich.  Besonders große Leinwände findet er manchmal etwas unheimlich“, berichtet sein Reiter Nisse Lüneburg. „Luca möchte immer viel beschäftigt werden. Er kommt bei uns mindestens vier mal am Tag aus seinem Stall und wird longiert, geritten, spazieren geführt oder genießt seine Zeit auf dem Paddock,“ erzählt Nisse Lüneburg.

Das Paar konnte schnell erste Erfolge verzeichnen und auf dem zweiten gemeinsamen internationalen Turnier holten sich die beiden direkt den zweiten Platz im Großen Preis von Redefin. Es folgten Siege in einem 1,50 m-Springen in Münster sowie im Großen Preis von Paderborn. Ebenfalls konnten  sie sich den Bronzerang im Grand Prix von Herning/Dänemark sichern.

Nach seinen Erfolgen in Redefin berichtet seine Pflegerin Nicole Wesel: „Luca ist ein sehr aufmerksames Pferd und mag es gern, beschäftigt zu werden. Er freut sich richtig, wenn ich ihm meine vollkommene Aufmerksamkeit schenke. Besonders auf Turnieren ist Luca ein neugieriges Pferd und möchte alles gerne genau unter die Lupe nehmen und läuft immer mit gespitzten Ohren über den Turnierplatz.“

Erfolge in Paderborn
Beim CSI*** in Paderborn im vergangenen Jahr feierten Nisse Lüneburg und Luca Toni ihren ersten großen Sieg. Nach dem ersten Umlauf sah es noch nicht nach einem Sieg für Nisse Lüneburg und Luca Toni aus. Sie konnten sich als letztes Paar für den zweiten Umlauf qualifizieren und mussten somit als erstes an den Start des zweiten Umlaufs gehen. Nisse Lüneburg sagte nach seinem Ritt: „Ich hatte mir viel vorgenommen für dieses Wochenende. Leider hatten wir etwas Pech im ersten Umlauf und ich musste im zweiten Umlauf etwas riskieren, um eine Chance auf einen der vorderen Plätze zu haben. Luca ist ein Pferd mit einer guten Grundschnelligkeit. Ich habe auf einen guten Rhythmus und das nötige Quäntchen Glück gehofft.“ Und die beiden konnten mit einer fehlerfreien Runde und einer schnellen Zeit überzeugen und am Ende den Sieg im Großen Preis von Paderborn feiern.

Die letzte Etappe der Riders Tour war in diesem Jahr zum ersten Mal Neumünster. Luca Toni und Nisse Lüneburg konnten sich mit einem fehlerfreien Ritt im Umlauf des Großen Preises für das Stechen qualifizieren. Im Stechen fiel dann unglücklicher Weise die letzte Stange und das Paar rangierte am Ende an achter Stelle eines stark besetzten Großen Preises. Nisse Lüneburg nach seinem Ritt: „ Das war ein sensationelles Wochenende hier in den Holstenhallen. Ich bin mit großen Erwartungen nach Neumünster gekommen. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Erwartungen gerecht werden konnte und am Ende ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen“, berichtet der neue Rider of the Year.

Ladykiller xx im Blut
Luca Toni stammt von dem bekannten Lord Z ab, der weiter auf den Stammgründer Ladykiller xx zurückgeht. Lord Z war unter drei Reitern international hoch erfolgreich bis 1,60 m-Springen. Auch Muttervater Landor S geht auf Ladykiller xx zurück und entspringt dem Stamm der Heida. Landor S konnte sechsjährig das Landes- und Bundeschampionat für sich entscheiden. Aus Luca Toni’s Großmutter Sonate v. Sonnenstrahl kommen die in Springprüfungen auf 1,30 m-Niveau erfolgreichen Claudio Pizarro v. Con Capitol und Cortina d’Ampezzo v. Continue.  Sonate selbst sprang unter Judith Keves in 1,30 m-Parcours.

„Mein großes Ziel ist es, mit ihm in Aachen zu reiten. Mit Luca Toni habe ich ein Pferd mit unglaublichen Vermögen und Willen“, sagt Nisse Lüneburg über seinen Springstar.

Fotos oben: Rider of the Year: Nisse Lüneburg und sein Luca Toni v. Lord Z. (Lafrentz, Bonnaud)

Fotos unten v.l.: Vater Lord Z v. Lord unter Franke Sloothaak und Muttervater Landor S v. Landadel. (Archiv, Schreiner)

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