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Oldenburg Inside: Auf der Überholspur

Queeletta startete ihre Karriere auf der Spezialauktion 2013 in Vechta. Inzwischen ist die Stute im großen Sport angekommen und unter dem Franzosen Julien Epaillard hocherfolgreich in Weltcup-Springen und Großen Preisen.

Queelettas Mutter Gran Lancarina begeisterte 2004 bei der Elite-Stutenschau im Schlosspark zu Rastede und wurde mit der Ic-Prämie ausgezeichnet. (Beelitz)

Die Oldenburger Stute Queeletta, geb. 2008, v. Quality a.d. Gran Lancarina v. Landor S - Cheenook - Akzent II, Z.: Claus Cornelius, Schwanewede, B.: S.C.E.A. Haras de Reux, Frankreich, und der Franzose Julien Epaillard verzeichneten in den vergangenen Wochen und Monaten zahlreiche Siege und Erfolge im Parcours. Erst kürzlich machte das Paar mit ihrem Sieg im Grand Prix im französischen Bordeaux besonders auf sich aufmerksam.

Queeletta wurde 2008 bei Oldenburgs Züchter Claus Cornelius in Schwanewede unter dem Namen Gran Aira geboren und verbrachte dort ihre Kinderstube. Fünfjährig absolvierte die braune Stute ihre Leistungsprüfung in Vechta. Für ihr Freispringen erhielt sie sogar eine 9,5. Kurz darauf wurde Queeletta über die Summer Mixed Sales nach Schweden verkauft. Dort startete die braune Stute ihre internationale Karriere unter der Schwedin Nicole Holmén, zunächst in Jungpferdeprüfungen und später in Prüfungen auf 1,35 m-Niveau.

Steile Karriere

Siebenjährig wurde Queeletta schließlich nach Frankreich verkauft und konnte zunächst Erfolge unter dem Franzosen Alexandre de Rothschild sammeln. Das Paar konnte sich gemeinsam in Prüfungen bis 1,50 m-Springen platzieren. Mitte 2019 ist Queeletta in den Stall von Julien Epaillard umgezogen und die beiden sammelten seitdem zahlreiche Siege und Erfolge im internationalen Spitzensport. Angefangen hat der gemeinsame Triumph mit einem zweiten Platz in einem 1,50 m-Springen vor heimischer Kulisse in Paris nach nur vier Wochen gemeinsamen Trainings. Von da an ging es für das Paar weiter steil bergauf. Bei der Global Champions Tour-Etappe im italienischen Rom konnten sich Julien Epaillard und Queeletta zweimal ganz vorne in der Siegerrunde platzieren. Bei den Global Champions League Play-offs im tschechischen Prag platzierten sich die beiden im Finale an zweiter Stelle.

Doch ihr wohl größter Erfolg bislang gelang dem Duo direkt im neuen Jahr 2020. Beim Weltcup-Springen im schweizerischen Basel platzierten sie sich auf dem Silberrang. Nur einige Wochen später standen Queeletta und ihr französischer Reiter ganz oben auf dem Treppchen. Im Großen Preis beim CSI***** in Bordeaux auf 1,60 m-Niveau war das Paar nicht zu schlagen. „Der zweite Platz beim Weltcup-Springen in Basel war fantastisch. Queeletta hat wirklich alles gegeben und wir konnten so unserem großen Ziel, das Weltcup-Finale in Las Vegas, einen Schritt näher kommen. Leider muss das Finale nun aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen“, berichtet Julien Epaillard. „Queeletta ist eine sehr intelligente Stute und unheimlich vorsichtig. Sie denkt im Parcours mit und macht es mir als Reiter dadurch deutlich einfacher“, fügt Julien Epaillard weiter hinzu.

Erfolgsfamilie

„Ich bin sehr stolz auf alle Pferde aus meiner Zucht. Es gehört auch eine Menge Ausdauer dazu, bis man einmal ein Pferd wie Queeletta gezüchtet hat, das international so erfolgreich ist“, berichtet Züchter Claus Cornelius. Queelettas Mutter Gran Lancarina begeisterte 2004 bei der Elite-Stutenschau im Schlosspark zu Rastede und wurde mit der Ic-Prämie ausgezeichnet. Bei der Stutenleistungsprüfung bekam sie von der Kommission die 10,0 fürs Freispringen. „Es macht mich als Züchter sehr stolz, dass Queelettas Mutter, Gran Lancarina, sich 2004 bei der Stutenschau in Rastede so toll gezeigt hat und mit der Ic-Prämie ausgezeichnet wurde. Ich hätte die Stute damals teuer verkaufen können, aber ich wollte sie für meine eigene Zucht behalten“, erzählt Claus Cornelius. Gran Lancarina begeisterte zunächst selbst unter dem Sattel. Zusammen mit Lennert Hauschild war die Tochter des Landor S in Springprüfungen auf M-Nievau platziert. In ihrer späteren Aufgabe als Zuchtstute schenkte Gran Lancarina der Oldenburger Zucht viele wertvolle Nachkommen: Baron du Ley v. Bordeaux begeistert unter Hanna Hinrichs in der Dressur. Quilina v. Quality, eine Vollschwester zu Queeletta, bereicherte die Kollektion der Elite-Fohlenauktion 2006, wie auch vier Jahre später die Kollektion der Herbst Elite-Auktion.

Auch Großmutter Gran Carina entspringt der Zucht von Claus Cornelius. Gran Carina brachte sowohl die Auktioniken Gran Volta v. Ampere für die Herbst Elite-Auktion 2011, Qualitycoon v. Quality für die Spezialauktion 2012, sowie Lawrence von Arabien v. Landor S für die Frühjahrs Elite-Auktion 2003 in Vechta hervor. Lawrence von Arabien war international unter Mario Giusti, Italien, erfolgreich. Des Weiteren schenkte Gran Carina Cornelensky v. Corlensky G das Leben, der inzwischen in den USA beheimatet ist und dort unter Clea Caddell in der Jungen Reiter-Tour erfolgreich ist. „Ich habe damals die Stute Gran Air in jungen Jahren erwerben können. Ihr erstes Fohlen war die Stute Gran Carina v. Cheenok. Aus dieser Stute konnte ich viele tolle und erfolgreiche Nachkommen züchten“, erinnert sich Claus Cornelius zurück.

Foto (oben): Queeletta und der Franzose Julien Epaillard verzeichneten in den vergangenen Wochen und Monaten zahlreiche Siege und Erfolge im Parcours. (Neeser)

Queelettas Vater Quality mit Hendrik Sosath erfolgreich in der schweren Klasse. (Beelitz)
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