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Wolfram Wittig beim Liebenberger Pferdeforum

Pferdezucht und -sport sind im rasanten Wandel. Was erwartet uns in Zukunft? Diese Frage möchten wir mit Ihnen und vielen hochkarätigen Referenten am 6. März beim Liebenberger Pferdeforum diskutieren. Unser Thema in Liebenberg: Ausbildung junger Pferde. Wolfram Wittig zählt zu Deutschlands besten Dressurreitern, ist Trainer von zahlreichen Ausnahmeathleten, hoch erfolgreicher Züchter und Oldenburger Körkommissar. In diesem Jahr freut sich Wolfram Wittig als Referent beim Liebenberger Pferdeforum dabei zu sein und gemeinsam mit den anderen Referenten das Thema Jungpferdeausbildung zu diskutieren. Wir haben im Vorwege mit dem erfahrenen Pferdemann unter anderem über die Körung, Junghengste und den Einsatz sporterfolgreicher Vererber gesprochen.

Herr Wittig, Sie sind seit dem vergangenen Jahr als Körkommissar beim Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes (OL) tätig. Was begeistert Sie für diese Aufgabe?

Wolfram Wittig: „Ich finde es spannend, dass man während der Vorauswahl viele Pferde verschiedener Abstammungen in kurzer Zeit sehen und somit unter gleichen Bedingungen beurteilen kann. Deswegen ist für mich die Vorauswahl interessanter als die eigentliche Körung, da ja dort bereits eine Vorselektion stattgefunden hat und dort nur noch eine Korrektur oder eine Bestätigung stattfindet.“

Wo sehen Sie künftige Herausforderungen hinsichtlich der Ausbildung der jungen Hengste?

„Meiner Meinung nach hat sich hinsichtlich der Herausforderungen in den vergangenen Jahren nicht viel verändert und ich hoffe, dass alles artgerecht stattfindet. Ich halte es jedoch für sehr wichtig, künftig mehr Wert auf das Longieren zu legen, da dies nicht nur stattfinden soll wie ein Freilaufen an der Longe, sondern uns als Körkommission einen guten Eindruck über die Grundgangarten, die Balance und das Körpergefühl der Hengste vermitteln soll.“

Wie sollte den Kritikern begegnet werden?

„Es sollten mehr Informationen darüber ausgetauscht werden, ob die Körung nicht eventuell erst mit einem Alter der Hengste von drei Jahren und dann unter dem Sattel stattfindet sollte, da die Eignung der Hengste als künftige Reitpferde mehr und mehr in den Fokus rückt. Ich bin mir bewusst, Gefahr zu laufen, dass besser vorgestellte und ausgebildete Hengste leichter gekört werden. Jedoch kann davon ausgegangen werden, dass die Körkommission dies differenziert und neutral beurteilen kann.“

Welchen Fokus legen Sie in der Ausbildung von jungen Reitpferden?

„Ich orientiere mich bei der Ausbildung von Jungpferden an ihren Möglichkeiten und Qualitäten und nicht an den Wunschgedanken der Besitzer und Aussteller. Für die Ausbildung junger Pferde sollte man über genügend Fachwissen, Sachverstand und Selbstdisziplin verfügen.“

Halten Sie es für sinnvoll, in der Dressurpferdezucht den Springpferden nachzueifern und Spitzensporthengste zu nutzen, die sich auf höchster Ebene bewiesen haben? Oder sind gerade diese Hengste von ihren Ausbildern gemacht?

„Natürlich ist es so, wenn ein Hengst über sportliche Erfolge verfügt, liegt den Züchtern ein höherer Informationsstand vor. Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass während der Körung ein Schwerpunkt auf der Beurteilung des Körpers und Fundaments eines Hengstes liegt und dies für die Fortentwicklung der Zucht von zentraler Bedeutung ist. Gibt es erst einmal Gebäudemängel in der Selektion, werden es die Nachkommen schwer haben, wenn diese nicht die Qualität erreichen. Des Weiteren ist das Können des Ausbilders für die Ausbildung zuständig – Fachwissen und Intelligenz sollte für die richtige Selektion vorhanden sein.Verfügt ein Pferd zum Beispiel nicht über ausreichend Springtalent, werden es wenige Ausbilder versuchen, dieses Pferd in der schweren Klasse an den Start zu bringen. Grundsätzlich ist jedes Pferd auf eine gewisse Art und Weise gemacht, sonst würde sich die Ausbildung in Frage stellen.“

Das Interview führte Katharina Teutsch

Wollen auch Sie beim Liebenberger Pferdeforum dabei sein, spannende Vorträge erleben und mit Fachleuten aus der Branche sprechen? Dann melden Sie sich nun an: Das Tagesseminar startet um 10.00 Uhr und endet ca. um 17.00 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro pro Person für Abonnenten vom Züchterforum, Mitglieder des Oldenburger Pferdezuchtverbandes und für Persönliche Mitglieder der FN (PM) sowie 40 Euro für Nichtmitglieder. Erstklassige Verköstigungen während des Tages sowie Getränke sind im Preis enthalten. Sie haben Interesse an einer Teilnahme am 7. Liebenberger Pferdeforum? Dann melden Sie sich hier an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deshalb ist eine verbindliche Anmeldung bis spätestens 24. Februar erforderlich. Hotelbuchungen für Übernachtungen im Schloss & Gut Liebenberg, Parkweg 1a, 16775 Löwenberger Land, Ortsteil Liebenberg, können Sie unter +49(0)33094-700500 oder www.schloss-liebenberg.de vornehmen. Bei der Buchung bitte das Stichwort „Pferdeforum“ angeben.

Foto: Wolfram Wittig ist als Grand Prix-Reiter und Erfolgstrainer zahlreicher Top-Athleten bekannt. (Lafrentz)

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